Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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der Zauberflöte eine zu harte Nuß finden. Zum Glück iſt Wien nicht die einzige Stadt in der Welt!“

Als der Meiſter am Klavier Abends erſchien, wurde

er. er mit Händeklatſchen empfangen.

Ihm zur Seite ſetzte ſich Süßmayer, um das Um⸗ blättern der Partitur zu beſorgen.

Kapellmeiſter Henneberg verſah das Glockenſpiel.

Man mag daraus die Sorgfalt erkennen, mit wel⸗ cher die Novität eingeſchult und in die Scene geſetzt wor⸗

den war. Die herrliche Ouvertüre begann, Todtenſtille im Auditorium.

Die wenigen Kenner lauſchten, je nachdem ſie zu den

il, Freunden oder Feinden des Kompoſiteurs zählten, mit ſtummem Wohlgefallen oder mit Spott in den Mienen. Die Maſſe des Publikums war verblüfft. Muſik und Text boten für die damalige Zeit ſo viel des Ungewöhnlichen, daß die Oper am erſten Abende in Schritt für Schritt ſich den Beifall erkämpfen mußte. Im erſten Akte hielt man ſich bloß an die faßlichen in Stellen; als der Vorhang das erſtemal fiel, war die Auf— r⸗ nahme ſo lau, ſo unentſchieden, daß Mozart aufgeregt auf die Bühne lief und zu Schikaneder klagte:„Die Oper m iſt verloren! Du wirſt ſehen, ſie geht verloren!“ n Papageno faßte die Hand des verzagenden Kompo⸗ 1 1859. XIX. Die Zauberflöte. II. 12