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„Ich gehe und werde für Ihro Gnaden langes Le⸗ ben beten.“
Damit endete die Scene.
Ein paar Tage verfloſſen, Scipio's Unwohlſein war beſeitiget, und er dachte daran, ſein, dem Meiſter gegebe⸗ nes Verſprechen zu löſen und ſich die Gewißheit zu ver⸗ ſchaffen, ob die Kammerjungfer auch die Sängerin im Weinberge bei Gräz geweſen?
Nicht ahnend, daß Mozart— freilich in der wohl⸗ meinendſten Abſicht— zum Verräther ſeines Herzens⸗ Geheimniſſes geworden war, überzeugt, daß Niemand im Hauſe das Band ahne, welches ihn zu dem Mädchen hin⸗ zog, glaubte er, ſich wegen etwaiger Zeugen keinen Zwang auferlegen zu müſſen und redete die Kammerjungfer im Garten an.
Mit der Maske und dem Tone herriſcher Gleich⸗ gültigkeit vor ihr ſtehen bleibend, begann er:„In welcher Eigenſchaft ſind Sie hier im Hauſe?“
„Ich bin Kammerjungfer Ihrer Gnaden, der Frau Gräfin.“
„Seit wie lange?“
„Seit ungefähr vierzehn Tagen.“ „Wie heißen Sie?“
„Mein Name iſt Fanny.“ „Sind Sie eine Oeſterreicherin?“


