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Die Lang hatte ein Recht zu ſagen:„Jetzt will Jeder an meinem Mann zum Ritter werden.“
Zu entſchuldigen giebt es an Lang nichts, er war eine höchſt ordinäre, gemeine, laſterhafte Natur.
Geldgier, Wolluſt und Herrſchſucht waren die Leitſterne ſeines Handelns und Wandelns.
Wenn Leute dieſes Schlages einen ſolchen Einfluß erreichen, kann man ſich vorſtellen, welchen Mißbrauch ſie davon machen.
Lang ſchien ſeinen Sturz im Vorhinein geahnt zu ha⸗ ben, denn er hatte ſchon zu Anfang des Jahres, wo er ihn traf, einen großen Vorrath von Silbergeräthſchaften, eine Menge Papiere und eine anſehnliche Summe baren Geldes an das verſchwägerte Haus Imhof zu Augsburg geſendet.
Wie es kam, daß ſeine Gattin ſpäter als Bittſtellerin wegen„dringlicher Noth“ erſchien, iſt ein Räthſel.
Verſtand ſie es nicht Hauszuhalten oder wollte ſie da⸗ mit die Anſicht beſeitigen, als habe ihr Mann große Reichthümer zuſammengeſcharrt?
Langs Haft war eine ſtrenge, weder Gattin noch Kin⸗ der durften ihn beſuchen.
Die Lang'ſche Unterſuchungs⸗Kommiſſion beſtand aus dem Reichshofrath Dr. Johann Ulrich Hämmerle, aus dem Rath und Sekretarius der böhmiſchen Hofkanzlei Matter von Mattenſtein, dann aus dem bereits genannten Appellationsrathe Georg Heidel von Raſſenſtein.
Johann Platteiß, erſter böhmiſcher Hofſekretär, fungirte als Kanzelliſt


