Etliche Jahre lang genoß das junge Paar einer Gluͤckſeligkeit, wie ſie ſelten uns Sterbli⸗ chen zu Theil wird. Ihre Liebe zu bekroͤnen, ward ihnen ein Sohn geboren, dem ſie den Na⸗ men Reginald beilegten, und von dem man hoffte, daß er ihren Namen mit Ehren auf die Nachwelt bringen wuͤrde. Sir Marmaduke's Ge⸗ muͤthsart hatte mittlerweile unter dem zarten Einfluſſe reinehelicher Liebe ihre Schroffheit und ihr Duͤſter verloren, ſo daß, wenn er ſich eines Gemuͤthsfehlers ſchuldig machte, dies nur aus Uebermaaß der Liebe geſchah; denn man hatte von Marmaduke ſagen moͤgen, daß er ſeine Gat⸗ tin anbetete.
Dies ſchoͤne Gluͤck ſollte jedoch eine furcht⸗ bare Umwandlung erleiden. Marmaduke und deſ⸗ ſen Gattin beſaßen nur den einzigen Sohn Re⸗ ginald, und dieſer ward nebſt dem Sohne des ritterlichen Sir Bevil Grenville, welcher gleich ihm erſt funfzehn Jahre zaͤhlte, von der Univer⸗ ſitaäͤt Opford, wo beide Juͤnglinge noch ihren Studien obzuliegen hatten, nach Hauſe zuruͤckbe⸗ rufen, indem beide Väter ihre Soͤhne dem Dienſte


