Teil eines Werkes 
1. Th. (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

5

eben ſo veſt zu ſtehen, als der Felsgrund, auf dem er erbaut worden war. Vielleicht mit zu anmaßendem Vertrauen in ſeine eigene Geſchick⸗ lichkeit, und zu wenig von dem Gedanken an die Macht Gottes erfullt, die da nach ihrem Ge⸗ fallen der Menſchen kuhnſte Werke zerſtoͤren kann, aͤußerte der Erbauer den Wunſch, es moͤgte, wenn er zum erſten Male ſein Gebaͤude beſu⸗ chen wuͤrde, ſich der entſetzlichſte Sturm erheben, der jemals die Veſte des Himmels erſchutterte. Dieſer vorlaute Wunſch ward nur allzu bald und allzu verhaͤngnißvoll erfuͤllt; denn die Mee⸗ resfluth ſchwoll auf, und„der Allerhoͤchſte ließ ſeine Stimme vernehmen, daß die Tiefen des Waſſers ſich aufthaten“, und das ſtarke Ge⸗ maͤuer und deſſen ungluͤcklicher Erbauer wurden mitſammen ſo hinweggeſchwemmt, daß, als die Sonne aufging, von dem Leuchtthurme nichts weiter als ſchwarzes, von der Brandung hin und her geſchleudertes Truͤmmergeſtein uͤbrig blie⸗ ben war, waͤhrend die Klippen, die unerſchuͤt⸗ tert gelaſſen worden waren, eben ſo verderben⸗ bringend als jemals ihre fuͤrchterlichen Zaͤhne