303
len. Ihr Reichthum gewaͤhrte ihr keinen Troſt, denn ihr nie befriedigter Geiz ließ ſie ſtets nach mehreren Guͤtern trachten. Ihre Jugend und Schoͤnheit gaben ihr ebenfalls keinen Troſt, denn ſie ſchwanden dahin, bevor Lady Howard auch nur einen einzigen Zug von Geiſtesſchoͤne zum Erſatz derſelben ſich angeeignet hatte. Ihr Stolz war gebrochen, denn nach dem Schauderereigniß zu Fitz⸗Ford ward ſie von ihres Gleichen gemie⸗ den und vom gemeinen Manne verwuͤnſcht. Fuhr ſie in ihrer Prachtkutſche, ſo gedachte ſie des Abends, an welchem ſie in derſelben dem Edlen von Fitz aufgelauert hatte. Alles, bis auf ihren Hund, ſchien von ihr abzufallen, und ihre ver⸗ blendete Liebe zu dieſer Creatur vermengte ſich oft auf ſeltſame Weiſe mit Ekel und Widerwil⸗ len; denn als haͤtte auch er ſich mitverſchworen gegen ihren Frieden, erſchien er ihrer Einbildungs⸗ kraft, wie der Geiſt des Banquo dem Machbeth, als ein Erinnerer an Blut und Mord.
Das Andenken der Lady Howard iſt noch jetzt, nach ſo vielen Jahren, in der Gegend ſo verflucht, daß die Sage daſelbſt geht, die Kutſche,


