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„Bei alldem wißt Ihr meine Weisheit doch da zu gebrauchen, wo's in Euren Kram paßt; oder nicht? Mußt' ich durch meine Weisheit nicht fuͤr Euch und den Hauptmann Standwich geſtern Abend jenen jungen Geſellen einſchnappen, der, ſo weit ich's abſehe, zu weiter nichts nuͤtz iſt, als gehenkt zu werden? Und zu welchem Ende mußt' ihm alſo von mir aufgelauert werden? Warum verbandet Ihr ihm die Augen, knebeltet ihn und legtet ihn in Eiſen? He? Das moͤcht' ich doch wiſſen.“
„Sobald ſolches zu wiſſen Euch Noth iſt, Capitän Naswerth,“ fiel Standwich hochfahrend ein, indem er den Blick von den Papieren er⸗ hob, in denen er herum geſehen hatte,„ſollt Ihr's erfahren, aber eher nicht. Ihr erhieltet Euern Lohn fuͤr Das, was Ihr thatet, und jetzt geht die Sache Euch weiter nicht an.“
„Und doch geht ſie mich an, geht mich ver⸗ maledeit viel an,“ entgegnete der Seebaͤr;„das war kein gemeines Aufgreifen. Der junge Menſch iſt keines Knechtes Sohn, keines Bettlers Balg, hinter'm Zaune aufgefangen. Dieſer Junker iſt


