Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
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zuckte ihn und er flog der Ruine zu, von woher Schall und Schrei gekommen.

Er hatte ſich nicht getäuſcht. Einige Schritte von der hoch emporſtrebenden Schloßmauer entfernt, um⸗ ſtanden ſchreiend und händeringend mehrere Perſonen, der Ruinenaufſeher nämlich mit ſeinen Leuten, einen am Fuße eines mächtigen Baums liegenden wohlge⸗ kleideten jungen Mann, der ſich ſo eben mittels eines Piſtolenſchuſſes entleibt hatte; die Kugel war durch die

Bruſt gedrungen und hatte ihn augenblicklich getödtet.

Karl hatte den Unglücklichen geſtern Abend am grü⸗ nen Tiſche beim Kartenſpiel geſehen und eine Weile beobachtet; als derſelbe nach einem Verluſte von meh⸗ reren Tauſend Gulden den Saal verließ, ſagte einer der Zuſchauer zu Karl:Schade um dieſen jungen Mann! Ich kenne ihn; er iſt der einzige Sohn eines Gutsbe⸗ ſitzers bei Straßburg, ein Menſch voll Geiſt und Kennt⸗ niß; ſein Blick weiſſagt nichts Gutes.

Unten in der Stadt, wohin Karl ſofort zurückkehrte, erregte die raſch verbreitete Kunde von dieſem tragiſchen Begebniſſe kaum mehr Theilnahme, als ſich bequem durch ein Achſelzucken oder durch eine gemeinplätzige Bemerkung ausdrücken läßt; um Mittag ſchon war der Vorfall ſo gut wie vergeſſen und die Spieltiſche zeigten ſich nach wie vor umlagert; über die grünen Felder