IV. Rritiſches Tote-à-téte.
Am dritten Tage nach dieſer Soirée begab ſich Carl in das gräfliche Hotel. Hatte er in der Zwiſchenzeit an Julie gedacht und wie?— Ja, er dachte an ſie, oft und warm, aber vielleicht nur, weil ſie keine Deutſche war, ihm neu und ihr offener Sinn ihm ge⸗ eignet erſchien, ſeinen Schmerz in ihm abzulagern. Er ſehnte ſich ſogar nach ihr, nach ihrem Geiſte näm⸗ lich; ihrer Liebenswürdigkeit gedachte er nicht in ſeinen Reflexivnen über ſie; er betrachtete ſie als ein Neues und ſeine Phantaſie, das Alte ſcheuend, zog ihn zu ihr, um aus der Quelle der ihrigen Vergeſſenheit des Er⸗ lebten zu ſchlürfen.
Er fand die Damen allein. Nach einer Stunde des anziehendſten Geſprächs erhob ſich die Gräfin*** mit dem Bedauern, ausfahren zu müſſen und ließ ihn, nach wiederholter freundlicher Einladung, ihr Haus oft zu beſuchen, mit Julie allein.


