Teil eines Werkes 
2. Th. (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Schönſte Ines, ſchon die Hälfte Deiner Klagen Haͤtte ihres Zweckes nicht verfehlt! Dich zu retten,— kannſt Du den Begluͤckten fragen,„ Den Dein holdes Auge Dir erwählt? Sieh' das Mißgeſchick Verſchwinden, Sieh' ein neues Gluͤck Sich gruͤnden!

Soll verfolgte hohe Tugend unterliegen, Weil kein Rettungsengel ſich ihr zeigt? Sollen des Tyrannen grobe Laſter ſiegen, Weil ſchon laͤngſt der Menſchheit Stimme ſchweigt? Weg mit dem Trauern, Sieh' auf mich, Aus todten Mauern Rett' ich Dich!

Nein, verjag' die ſchwarzen furchterlichen Träume, Die den Sinn mit Nebel eingehuͤllt; Zeigt ſich Rettung, zwar im Morgenkeime, Doch wird Dein Verlangen bald erfullt. Den Harm verſenke In das Meer, Die Freude lenke Zu Dir her!