8 Volks auf ihn uͤbertragen, welche ſich ſein Vater bei der Vertheidigung der Religion ſeiner Vorfahren auf Koſten ſeines Lebens erworben hatte. Weil ihn indeß das Be⸗ wußtſeyn ſeines eigenen hohen Werths mit einer ungezugelten Ehrſucht erfullte, ſo wurde er ſeinem Koͤnige verdaͤchtig und fand auf den Stufen des Throns, den er an ſich zu reißen beabſichtigte, ſeinen Tod.
Die von der Koͤnigin Mutter aus Italien nach Frankreich berufenen Aſtrolo⸗ gen hatten durch ihre Vorherſagungen die Gemuͤther darauf vorbereitet, daß die Soͤhne derſelben in der Regierung auf einander folgen, aber ohne Nachkommen⸗ ſchaft verſterben wuͤrden; auf dieſe unge⸗ wiſſe Sage gruͤndete der Herzog von Guiſe ſeinen Plan, ſeinem Gluͤcke den Weg zu einer Krone zu bahnen, und von der Zeit an ließ er nichts unverſucht, was dem Gelingen ſeines Vorſatzes foͤrderlich ſeyn konnte. Von ſeinem Onkel, dem


