Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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„Aber Du erinnerſt Dich doch Deines Onkels? vermuthe ich.“

„Meines Onkels Robert?“ ſagte Alicia.„Seiner erinnere ich mich in der That ſehr wohl.“

„Iſt er excentriſch geweſen?— Ich will ſagen, beſonder in ſeinen Gewohnheiten, wie Dein Couſin?“

„Ja, ich glaube, Robert hat alle ſeine Albern⸗ heiten von ſeinem Vater geerbt. Mein Onkel legte dieſelbe Gleichgültigkeit gegen ſeine Mitgeſchöpfe an den Tag, wie mein Couſin; aber er war ein guter Gatte, ein liebevoller Vater und ein freundlicher Gebieter. Niemand hat jemals ſeine Geſinnungen in Zweifel gezogen.“

„Aber er iſt excentriſch geweſen?“

„Ja; ich glaube, er war im Allgemeinen be⸗ trachtet, etwas excentriſch.“

„Ha,“ ſagte Mylady ernſt.„Ich dachte mir ſo. Weißt Du, Alicia, daß Wahnſinn ſich öfter vom Vater auf den Sohn, als vom Vater auf die Tochter, und von der Mutter eher auf die Tochter als auf den Sohn ſich vererbt? Dein Couſin Robert Audley iſt ein ſehr hübſcher junger Mann, und ich glaube ein ſehr gutherziger junger Mann; aber man muß auf ihn Acht geben, Alicia, denn er iſt wahn⸗

ſinnig.“ „Wahnſinnig!“ rief Alicia entrüſtet;„Sie träu⸗ men, Mylady, oder— oder— Sie ſuchen mir

Schrecken einzujagen,“ ſezte die junge Dame in ziem⸗ licher Unruhe hinzu.

„Ich wünſche Dich nur zu warnen, daß Du auf Deiner Hut biſt, Alicia,“ antwortete Mylady,„Mr. Audley mag, wie Du ſagſt, blos excentriſch ſein;

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