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Maria, noch ſeinen heiligen Abgeſandten, den ihm wohlge⸗ fälligſten unter allen Menſchen, noch ſeinen geliebten Schu⸗ ler, den Evangeliſten Johannes, noch eine große Menge von Sterblichen aus allen Ständen, aus allen Gegenden der Welt und aus allen Zeiten, die waͤhrend ihres ganzen Lebens ſich zur einzigen Aufgabe ſtellten, in ſeinen Augen wohlgefällig zu erſcheinen. Was er ſich aber ſelbſt ver⸗ ſagt hat, und was er nie thun wird, das iſt, zum ewigen Fegefeuer eine einzige ſeiner menſchlichen Creaturen zu verdammen, die vor ſeinem Richterſtuhle nicht ſchuldig befunden wäre, eine oder mehre Todſuͤnden begangen zu haben. Was zeitliche Widerwaͤrtigkeiten und Beſchwer⸗ lichkeiten anbelangt, ſo gibt es weder Unſchuld, noch Froͤm⸗ migkeit, noch moraliſche Tugend, ſo erhebend, ſo heroi⸗ ſcher Natur ſie auch ſein mag, welche irgend einen Sterb⸗ lichen davor ſicher ſtellen könnten.
Es wird den Einwohnern Europa's gerathen, zum Gegenſtande ihres Nachdenkens die Gefahren der Aufre⸗ gungen, Bewegungen, politiſcher Umſtuͤrze zu machen, welche unausbleiblich und augenblicklich in dieſem Welt⸗ theile das Erloͤſchen der preußiſchen Koͤnigsfamilie zur Folge haben wuͤrde, wenn dieſes inmitten ſolcher Zuſtaͤnde ſich ereignen wuͤrde, wie die heutigen ſind. Wie leicht


