Teil eines Werkes 
1. Theil (1803)
Entstehung
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Und die Schauſpielerinnen 2«

Unbeſchreiblich! Ja, es iſt feſt beſchloſſen, ich muß auch ein Schauſpieler werden!

Du haſt keine uͤble Anlage zu einem Lieb⸗ haber hinter den Kouliſſen, aber dieſes Talent bezahlt dir kein Direkteur, wenn du nicht die Kunſt, jede Leidenſchaft natuͤrlich darzuſtellen, mit deiner ſchoͤnen Figur verbindeſt.

O das kann ich zwerlaͤſig! Horen Sie nur.

Vermoͤge eines hoͤchſt gluklichen Gedachtniſſes wußt' ich mehrere Stellen von Seids Rolle aus⸗ wendig, die ich jezt herdeklamirte.

Fuͤr's erſtemal nicht ſo ganz ſchlecht, ſagte Mutter Loke, dein Organ iſt gut, aber die lan⸗ gen Arme wirfſt du, wie die Fluͤgel einer Wind⸗ muͤhle, herum, und bruͤllſt viel zu laut. Sieh, mein Herz, das muß man ungefehr ſo machen

Jezt regalirte ſie uns mit einer Stelle aus Zaire. Fanchon wollte faſt vor Lachen berſten, dafuͤr verſezte ihr aber auch Mutter Loke eine tuͤchtige Ohrfeige. Beinahe waͤr' ich in den nem⸗ lichen Fehler der armen Fanchon verfallen, wenn mich dieſe freundſchaftliche Kritik nicht bei Zei⸗ ten noch behutſam gemacht haͤtte.

Naͤrrchen, was weinſt du denn? wendete ſich Mutter Loke zu der unvorſichtigen Lacherin,