Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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quet aufhalten mochten, ſie ſaß dort. Brachte er endlich einmal ein verbindliches Wort bei ihr an, ſo ſchlug ſie die Augen nieder, etroͤthete, und ant⸗ wortete nie darauf. Arthur bemerkte dieſe Zu⸗ ruͤckhaltung, und eben dies hatte die Baronin ge⸗ wuͤnſcht. Nun ſagte ſie auch ihm, wie die junge Frau fuͤr ihn das zartlichſte Gefuͤhl hege, ſchilderte mit argliſtiger Feinheit Kaliſtens langweiliges Daſeyn im Hauſe alter, kraͤnklicher Aeltern, bei einem Gatten, der faſt immer abweſend und im⸗ mer in Lebensgefahr ſei.(Ein ſo zaͤrtliches Herz 5 fugte ſie hinzu, ſucht Erwiederung und Erguß.

Es iſt natuͤrlich, daß der liebenswuͤrdigſte 6

ſtand es anzieht.

Mit tiefen Zügen ſog Arthur in ſich das von der Baronin ihm dargebotne Gift. Er geſtand offenherzig, daß er nie gewagt haben wuͤrde, ſeine 6 Augen zu der jungen Graͤfin zu erheben; aber daß

er in ihrer Naͤhe allezeit eine wahre Beſeeligung gefuhlt, die er ſich nicht erklaͤren, der er nicht habe widerſtehen köͤnnen.«Ich gaͤbe mein Leben, ſetzte er dann hinzu, fuͤr einen Augenblick des Ge⸗