Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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hatten. Eduard ſtand ruhig und feſt, der erſte Schuß erfolgte, traf und ſtreckte ihn zu Boden. Sie ſchießen gut, mein Herr, fagte er zu dem Ar⸗ tillerielieutenant, welcher herzulief, ihm beizu⸗ ſtehn. Das haͤufig vorſtroͤmende Blut verhinderte des Verwundeten weitete Rede, er ſank ohnmäch⸗ tig nieder.

Indeſſen man eine Saͤnfte holt, hält Eugen in einem Arm den Beſinnungsloſen aufrecht, und löſt, damit er freier athme, mit der einen Hand ſein Halstuch und die Kleidungsſtuͤcke, welche die Wunde bedeckten. Aber welch ein Anblick trifft ſeine Augen, und erfuͤllt ihn mit der ſchrecklich⸗

ſten Verſtoͤrung! Auf des Verwundeten po⸗

chender Bruſt erblickt er Bathildens Bildniß, wie ſie auf einem Sopha ſchlaͤft, und darunter die Worte: wer hatte ihr widerſtanden! Er kann nicht mehr zweifein, daß Eduard in's Geheim fuͤr ſeine Frau gluht, und hält beide fuͤr einverſtan⸗ den ihn zu mißhandeln, zu verrathen. Sein Herz ſchlug vor Empoͤrung, er ſchauderte: und dieſen Verraͤther unterſtuͤtzte er als Bruder und Freund! Aber er war dem Tode nahe; die