Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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ten und ein ſchicklicher Vorwand mußte denſelben allezeit entſchuldigen. Bei jeder Liebkoſung, jeder Freundlichkeit Eugens gegen ſie bemerkte ſie in den Zugen ſeines Nebenbuhlers eine Veraͤnderung, die ſie oft zuruͤckſchreckte, die ſuͤße Herzlichkeit ih⸗ res Mannes zu erwiedern. Eugen bemerkte die Verlegenheit ſeiner Frau, hielt ſie fuͤr Gleichgul⸗

tigkeit, erduldete ſie eine Zeit lang ſchweigend,

und konnte endlich nicht umhin, ſich mit offenen und bangen Gemuͤth deshalb gegen ſie zu beklagen. Seine gerechte Beſchwerde vermehrte die geheime Pein, welche Bathilden marterte. Es gelang ihr wol einſtweilen ſeine Beſorgniſſe zu zerſtreun und ihn uͤber ihre Liebe zu beruhigen; aber voll Vertrauen in die Redlichkeit ſeines Waffenbru⸗ ders, ſetzte er ſie unaufhoͤrlich ſelbſt den Verfolgun⸗ gen der heilloſen Leidenſchaft des letztern aus, und uͤberantwortete ſie deſſen Obhut. Oft ließ er ſie allein mit ihm bei Spazierritten in der Gegend von Eyanville, oft bat er ihn zu Paris, ſie in's Theater und von dort in irgend eine Geſellſchaft zu fuͤhren, wohin er erſt ſpaͤt kam. Er hielt ſie

fur ſo ſicher in Eduards Geleitſchaft, eine Schwe⸗