Druckschrift 
Treue Liebe unter den Schrecknissen der französischen Revolution / aus d. Franz.
Entstehung
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kau, und

gluͤcklichen Umſtand fehlgeſchlagene Flucht, Graͤnzen. Man brachte mich in mein Ge⸗ mach zuruͤck. Das Seil hieng noch in der Gilterſtangen; aber ich wußte nicht, was meine Celiane unterdeſſen gemacht hatte. Ich wollte mich nach ihr umſehen und ſteckte mei⸗ nen Kopf zum Fenſter hinaus; aber ein ſtar⸗ ker Blitzſtral, der eben herunter fuhr, be⸗ ſtaͤrkte meine Vermuthung, daß es ihr un⸗ gluͤcklich gegangen ſey. Ich ſahe nemlich bey deſſelben Lichte, weder Kahn noch ſonſt et⸗ was unten an der Thurmmauer. Die Scene, die eben vorbey war, hatte mein Gemuͤth in keine geringe Bewegung geſezt; nun wurde ich von neuer Unruhe gequaͤlt. Vor Mattig⸗ keit werfe ich mich auf mein Bette und wie angenehm wurde ich da uͤberraſcht! welch unerhoͤrtes Wunder von Zaͤrtlichkeit und Muth! eine Stimme, die die Liebe niemals verkannt hat, die bezaubernde, ob⸗ wohl unvermuthete Stimme meiner Freun⸗ din laͤßt ſich hoͤren. Iſt es nur ein Blend⸗ werk? nein, es iſt wirklich ſo. Alles, was ich wuͤnſche, iſt da. Meine Celiane hatte, da ihre ungeduldige Erwartung nicht erfuͤllt wur⸗ de, ohngeachtet ſich alles gegen uns verſchwo⸗ ren zu haben ſchien, mit unerſchrocknen Ar⸗ men und geſchickten Fuͤſſen, die Hinderniſſe, die ſie von ihrem Freunde und Ehegatten