dringen, fuͤrchtete ſie doch immer, Vermuthungen bey ihnen zu erwecken. Mit einem fenrigen 3 Kuſſe nahm ſie Abſchied, verſprach bald wieder zu kommen, und nahte ſich dann dem Ufer des Gardels.
Lebhaft verfolgten die Jaͤger das Wild,
und das Bellen ihrer Hunde erſcholl durch die
Thaͤler des Argias.— Die Weiber hatten die
Nacht wachend zugebracht: und durch ihr lautes
Rufen vergebens die Luͤfte erfuͤllt. In dem
Walde vertheilt, und ermuͤdet durch ihr Suchen,
nahten ſie ſich eben dem Heiligthume der Ito⸗
baren, als der Anblick Stellinens ſie auf ein⸗
mahl neu belebte. Sie umringen ſie und ma⸗
chen ihr uͤber ihre Abweſenheit, die ſie alle ſehr beaͤngſtiget hatte, die zaͤrtlichſten Vorwuͤrfe.
Das Jagen waͤhrte noch mehrere Tage. Stellina eilte jeden Morgen mit befluͤgeltem Schritte nach der Grotte, wo ſie leider zu bald ihrem Geliebten Langeweile und Ueberdruß ver⸗ ſchaffte.... Sie kehrte alle Abende nach dem Lager zuruͤck. Coſinde ſchrieb ihre Unruhe blos


