Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
Einzelbild herunterladen

Deli ſchwieg, und traurig wiederholte das

Echo ſein letztes Wort. Man haͤtte glauben

ſollen, die wandelnden Schatten aus den ſtillen Thälern antworteten dem Prieſter durch ihr wehmuͤthiges Aechzen...

Die Soͤhne des Tempels fuͤhrten die

Opfer herbey, und umwanden ihre Stirne mit

Kränzen; vergebens verhallt ihr Angſtgeſchrey, durch die Zenda uͤbertönt, in den Luͤften.

Dann traten die zwey Eingeweihten, wel⸗ che das heilige Feuer bewachten, mit den Fackeln aus dem Tempel hervor, lieſſen ſich vor dem Oberbraminen nieder und äberreichten ihm ſol⸗ che. Unerſchuͤtterlich wie der Tod ſchritt er voran. Die drey Europaͤer wurden bereits nach dem Scheiterhaufen geſchleppt, als ſich auf ein⸗ mahl ein dumpfes Getoͤſe von der mittaͤgigen Seite her erhob. Alle Augen flohen dahin.... Immer wird es ſtärker, gleich einem durch den Wald brauſenden Windſtoß.. Die beſtuͤrzten Braminen umgeben ihre Gefangenen... Die Zenda verſtummt. Der Haufen oͤffnet ſich... und Stellina erſcheint, ſtuͤrzt ſich voran, draͤngt die Eingeweihten zuruͤck, ergreift die Gefange⸗ nen und ruft: