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faſſen wollte, ſo oft entſchlüpfte es mir wieder.— Jetzt hoffe ich nicht mehr darauf, in mir iſt Nacht, meine Illu⸗ ſionen ſind geſchwunden,— mein Leben ſcheint ohne In⸗ halt,— mein Herz iſt arm!“ Thränen füllten dabei ihre Augen.
Conſtant ſtand bewegt auf und erfaßte ihre Hand. Sie reichte ſie ihm unbefangen und ließ ſie in der ſeini⸗ gen ruhen.
„Ihre Thränen beweiſen, wie reich dies Herz noch immer iſt,“ ſagte er warm.„Wie rein muß es empfinden, wenn es vergangenem Glücke ſolche Perlen nachweinen kann.“
Ein Strahl ihres großen Auges antwortete ihm hierauf. Verlegen wollte er ſeine Hand zurück ziehen. Sie aber hielt ſie feſt und ſagte zutraulich:
„Um ſich kennen zu lernen, bedarf man einer Stunde oder zehn Jahre.“— Ich glaube Sie zu ver⸗ ſtehen und es iſt meine Natur ſo, freimüthig zu äußern, wie mir die Leute ge⸗ oder mißfallen. Ich fühle es, daß Sie mir viel ſein können, denn Sie beſitzen Alles, was mir fehlt, Hoffnung, Glauben, Begeiſterung. Fachen Sie damit den erſtorbenen Funken in meiner Seele wieder an.
* Ihre Worte.


