Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Er iſt abgereiſt, aber bei Nacht und Nebel, heißt es, und wie man ſagt, iſt auf höheren Befehl ſchon ein Diener der Polizei ihm nachgeſandt, um ihn einzuholen.

Auf höheren Befehl? Wirklich? lautete die be⸗ denkliche Erwiderung.

Es kann auch bloßes Stadtgeſchwätz ſein, nahm ein alter Herr das Wort.Sie glauben nicht, wie oft ich es ſchon in meinem langen Leben erfahren habe, daß ganz aus der Luft gegriffen ſolche Gerüchte umlaufen, an denen ſchließ lich auch kein Wort wahr iſt.

Hier aber ſcheint doch ein Grund vorhanden!

Und dann, nahm der Geheimrath Färber das Wort,bin ich der Anſicht, daß jedes Gerücht irgend eine Baſis hat, auf der es beruht. Nichts iſt aus der Luft gegriffen.

Freilich, wenn Sie eine ganz entſtellte Thatſache immer noch für eine Wahrheit halten wollen, bemerkte der alte Herr kopfſchüttelnd.Mir iſt die ganze Ge⸗ ſchichte undenkbar. Eine Mutter und eine ſolche Frau! Mag es immer ſein, daß man ein Kind dem andern vor⸗ ziehe und es zu begünſtigen wünſche, dennoch wird man keine ſolchen Schritte thun, nicht um ſolchen Preis einer Vorliebe fröhnen. Nein, nein, Meſſieurs, es iſt undenk⸗ bar! Es iſt ganz unmöglich! Es iſt eine infame, abſcheu⸗