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und ſchlechter Wohnung alle Freuden des Lebens zu entbehren gezwungen ward?
Iſmael nahm aber keine Vernunftgründe an. Wenn ſeiner Schwiegertochter die Zeit lang ward, ſo konnte ſie ja auch malen!
Aber Margareta wollte nicht malen; ſie war le⸗ bensluſtig, ſie wollte Menſchen ſehen und ihnen gefallen, und nicht immer zu Hauſe ſitzen.
Raphael war viel abweſend; dann mußte ſie allein mit dem böſen Schwiegerpapa und der geſtrengen Bar⸗ bara verkehren, welche gut Haus hielt und wohl für kommende Zeiten ſparte.
Der Churprinz und ſeine Gemahlin wünſchten jetzt ihr lebensgroßes Portrait von dem jungen Künſtler ge⸗ malt— eine Arbeit, die ihn auf's Neue ganz in Anſpruch nahm. Maria Antonia freute ſich auf dieſe Sitzungen, ſie ließ ſich dabei von Rom erzählen und von den Schä⸗ tzen der Kunſt, die mit eigenen Augen zu ſehen, die lange Sehnſucht ihres Herzens war. Bei dieſen Unterhaltun⸗ gen verlebte ſie die angenehmſten Stunden.


