Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſeine Lippen, dann ſagte er:Kann ich vielleicht Herrn Leopold ſprechen?

Wollen Sie mir Ihre Karte geben und ich will, nachſehen, ob er zu Hauſe iſt? Dies Nachſehen, ob er zu Hauſe ſei, konnte auch heißen: ob er ihn ſprechen wolle?Ich möchte ihm am liebſten ſelbſt meinen Namen nennen, ſagte er überlegend. Die Dienerin maß ihn hierauf vom Scheitel bis zur Sohle.Es thut mir leid; aber Unbekannte nimmt Herr Leopold niemals an. Es kommen zu viele Leute der Art.

Der Art. Sie hielt ihn alſo für einen Bettler, einen in Noth gerathenen Muſiker, deren es freilich ge⸗ nug hier geben mochte. Als Unbekannter Vorlaß zu erhalten war alſo nicht möglich; es zu fordern auch nicht billig. Er zog nun eine Karte hervor, ſchrieb mit Bleiſtift ſein Hotel darauf und ſagte:Mein Name wird Herrn Leopold ſchon unterrichten, daß mein An⸗ liegen dringend iſt, und um den Gedanken an den Bettler zu verſcheuchen, drückte er ihr eine halbe Krone in die Hand. Sie erkannte daran den Gentleman, bat ihn in das Parlour zu treten und flog die Treppe hinauf. Der Fremde wanderte, bis zu ihrer Rückkehr, aufgeregt hin und her, mit jeder Minute ſtieg ſeine Farbe. Er horchte. Endlich öffnete ſich die Thüre; aber nicht das Mädchen, ſondern eine als Dame ge⸗ kleidete kleine Frau erſchien und ſagte mit fremdem