Teil eines Werkes 
14 (1843)
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keinen Wechſel der Zeit für mich mehr: eine ſtete Nacht hüllt mich ein. Ach! damals hoffte ich ja noch, hoffte Wiederkehr jener glücklichen Stunden. Meine Hoffnung verſchlang das Grab; warum mich nicht zugleich?— In jener ſchrecklichen Nacht war ich ermattet gegen die Mitternacht hin eingeſchlummert. Ein verworrener Lärm weckte mich allmälig. Sollte es ſchon Tag ſeyn? dachte ich, da mir mein Zimmer erhellt ſchien. Ich ſtehe vom Bette auf, ſchlage die Vorhänge des Kabinets zurück und— denk' Dir mein Entſetzen!— Flammen wirbeln an den Fenſtern hin. Faſt ohnmächtig ſtürze ich zur Thüre, öffne ſie, ein erſtickender Dampf ſchlägt mir ent⸗ gegen. Zurück wanke ich zum Fenſter, ſchlage es auf, rufe um Hülfe, und ſinke ohne Kraft in den nächſten Seſſel. Raſch fliegt die Thüre auf, und in Rauch ge⸗ hüllt, verſengt ſein Haar, ſeine Kleider, ſtürzt Guſtav herein. Guſtav, ſchrie ich auf, als er mich umfaßte und forttrug, Guſtav, Du mein Retter! Auf einmal ſetzte er mich nieder, hielt aber feſt meine Hand. Du haſt Recht, daß Du mich erinnerſt, ſagte er dann mit einem furcht⸗ erregenden Tone, wem rette ich Dich denn? Die Be⸗ trügerin der Betrogene einem Glücklichern!„

Ich ſank vor ihm hin auf die Kniee. Dir rette mich, flehte ich. Dir Deine Aurora, Deine wi Dir ewig treue Geliebte!

Sein Blick ſtarrte mich an; er hörte meine Worte nicht. Dann nahm er mich plötzlich wild in ſeine Arme und riß mich zum Kabinete.

Hier, ſagte ex mit erſtickter Stimme, hier wollen wir ſterben! Beſitze ich Dich nicht, ſo ſoll auch kein Anderer Dich ſein nennen! Hier, wo Du eines Himmels Seligkeit zu Hülfe riefſt, mich zu betrügen, hier will ich ſterben!