Teil eines Werkes 
13 (1843)
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plott geſteckt, und dem Anführer der Deſerteurs Briefe und Geld zugeſchmuggelt. Freund Zinno! rief Alfred aus. Monſieur Babillard aber, der Redner unſers Klubs, rief mit Entſetzen: Da ſeyd Ihr verloren, müßt ohne Gnade den Marſch auf die Schanze machen, und die Chaſſeurs werden ohne Umſtände ein Scheibenſchießen nach Euren Herzen anſtellen.

Das klang ſchlimm, und die heiße Luft um uns wurde mir ſeitdem noch einmal ſo widerwärtig, und ich hielt am Gitterfenſterchen der Thüre beſtändig meinen Poſten, und lauſchte mit Herzklopfen auf die ſtampfen⸗ den Schritte des Kommando's, welches uns abführen möchte, obgleich ich im voraus erbebte wie vor dem Pochen des ſteinernen Gaſtes, der dem verwegenen Don Juan das Weltgericht verkündet. Die Grenadiere kamen nicht, aber wohl ſah ich im Vorderhauſe einen jungen Elegant zum öfteren mit der Schließerin verkehren, und als die Sonne eines Mittags dem gezierten Bürſchchen in das Angeſicht leuchtete, wurde mir das Geſicht plötz⸗ lich bekannt: die volle Bruſt, der krauſe Lockenkopf, der trippelnde Gang, das große Auge. Wen erkannte ich? Wunder des Himmels, ich konnte nicht irren: die Ba⸗ ronin Leon mußte es ſeyn, hatte ich ſie doch gerade ſo gekleidet geſehen damals, wie ſie Alfreds Blut ſog.

Ich verſchwieg die Entdeckung meinem Ritter, wußte ich doch nicht, wie der Widerſpenſtige es aufnehmen würde, aber Hoffnung dämmerte mir, denn die Baro⸗ nin war auf der Hochſchule mächtig verliebt in uns, und die Leute von Profeſſion ſagen ja, ihre Art Liebe ſeh allmächtig.

Wie gedacht, ſo geſchehen. Am Morgen darauf er⸗ ſchien kein grimmiges Chaſſeurpiket, ſondern ein feiner