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welche Cleves heranfliegende Geſchütze mit ſicherer Kugel niedergeſchmettert. Aber jetzt erſt nahten die Stunden der großen Entſcheidung, jetzt ſollte die große Tragödie begin⸗ nen, deren Vorſpiel ſchon Schauder erregen mußte, ſelbſt im ſtahlumpanzerten Herzen der alten Waffenmänner.
Unſere vier Bekannten waren früh auf, blitzten bald in ihrem Waffenſchmucke, drückten ſich noch einmal die ehrlichen Hände, und eilten, wohin das Befehlswort ſie abrief. Langſam wälzten ſich jetzt die Nebel hinweg; die Morgenſonne beleuchtete Höhen und Thäler, und ſtrahlte blendend zurück von den ſcharlachrothen Kriegskleidern und dem blinkenden Bajonetwalde der Engländer und Hannoveraner, die, ernſt und ſtill in langer Linie auf⸗ geſtellt an der Hügelreihe, auf den großen Feldherrn blickten, der mitten unter ihnen zu Roſſe hielt, ihren Siegeslauf zu lenken. Aber drüben thürmten ſich die dunkeln Wolken der Feinde auf; immer breiter und ſchwär⸗ zer dehnten ſich die Maſſen aus bis in das Ungeheure und Unüberſehbare; es war der Heros der Zeit; es wa⸗ ren ſeine krieg gewohnten, unüberwindlichen Garden, ſeine Panzerreiter, denen kein Centrum widerſtanden, und der alte Enthuſiasmus der Revolutionsmänner tönte zum zweiten Male für manches grau umlockte, deutſche Ohr aus jenem ſchwarz zuſammengeballten Drachen mit dem ſüdlichen Morgenwinde herüber, und dieſelbe fanatiſche Glut jener Zeit ſprach überall aus dem Angriffe dieſer Franken für ihren Götzen jetzt, wie damals für ihre Göttin..
Um zehn Uhr donnerte der erſte Kanonenſchuß her⸗ über, und bis zur Nacht hin wechſelten jetzt die Scenen des Schreckens, verſchleiert durch die Dampſwolken, wie
der Wind ſie ſenkte und hob, doch keinem Auge ſichtbar Blumenhagen, Rl. 29


