Teil eines Werkes 
11 (1843)
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Alle bis jetzt recht gut, und laſſen die Nienkoper grüßen.—

Die drei Brüder unterſchrieben ihre Namen; der Wirth und ſein Sohn malten ihre Hahnenfüße drunter, und mit feingeſchlungener, engliſcher Handſchrift ſetzte Beatus ſein: Angenommen! neben ſeinen Namenszug hin, und unterbrach ſich ſelbſt oft dabei durch ein derbes Gelächter. Konrad aber umfaßte ſeine Schultern mit

kräftigen Armen, küßte ihn herzhaft und ſprach dazu:

Lache nicht, Bruder! Gottes Wege ſind wunderbar; aus Spaß iſt ſchon oft bitterer Ernſt geworden, und das Schönſte bei der Geſchichte iſt mir darum die Gewißheit, daß das Papier, welches Du in Dein Taſchenbuch ein⸗ legſt, in keine ſchlechten Hände gerathen iſt.—

Auch auf die Stirn des Huſaren legten ſich bei dem Spruche einige düſtere Falten, deren Urſache er ſich nicht zu erklären wußte.

Ich habe heute unerwartet eine große und liebe Fa⸗ milie bekommen, das iſt mir das Beſte dabei, fiel er ein; komme ich mit einem Bein weniger in das Vater⸗ land, ſo weiß ich doch nun gewiß, wer mich aufnimmt, und daß mir ein Plätzchen auf der Ofenbank in Nienkop am Elbufer gegönnt wird, wo ich Löffel und Quirle ſchnitzen kann und meine Penſion in Frieden verzehren mag. Und jetzt mehr Wein in die Gläſer! Der Vater ſoll leben, der heute einen ſtämmigen Buben taufen läßt in mir, und die Schweſter Braut dazu! Vivat! Und uns Allen eine fröhliche Heimkehr zu den lieben vater⸗ ländiſchen Feldern!—

Die Gläſer klirrten hell, und keines zerbrach; ſo wan⸗ delte ſich der Ernſt der Geſellſchaft bald in laute Freude, wie junge Gemüther gern vom Extrem zu Extrem über⸗