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Geräth mehr in einem Tage, als Dein Pinſel in ei⸗ nem Jahre in den Säckel ſchaffen mag.—
Drei raſche Trompetenſtöße ſchallten jetzt vom Ende des Dorfes herüber.
Die Schweden ziehen heran! rief der Reiter. Ich darf nicht ſäumen. Willſt Du mit? Entſchließe Dich ſchnell.—
Zieh mit Gott! antwortete kopfſchüttelnd der Maler. Mich feſſelt noch einige Zeit ein Geſchäft an dieſe Ge⸗ gend. Aber ich komme auf Beſuch in Deine Winterquar⸗ tiere, mein Wort darauf.—
Der Kriegsmann nahm ſeinen Abmarſch mit klirren⸗ dem Schritt; Ewald ſah ihm nach, bis er an einer Scheuer verſchwand, dann trat er zu den Bauersleuten, welche vor dem Hauſe ſtanden mit gefalteten Händen, bleichen Bildſäulen gleich, die man zu Schmerzesdenkmalen hin⸗ geſtellt.
Lebt die Dame noch drüben im Schloſſe, die vor zwei Jahren dort Haus hielt? fragte er mit beſonderer Leb⸗ haftigkeit.—
Wenn das fremde Volk nicht auch heute auf dem Berge einkehrte und ſie vor Schreck geſtorben, wird ſie wohl noch in guter Geſundheit ſein, antwortete der Bauer ſtörriſch und mit mißtrauiſchem Blick.—
Sie hatte ja dazumal einen Schutzbrief von Feind und Freund, verſetzte der Maler mit Haſt.—
Was gilt denn ſo ein Pergamentflickchen! ſeufzte der Landmann. Mauer und Thor haben ſie vielleicht beſſer beſchirmt. Auch wir hatten ſo ein bemaltes Ding ſchwer gekauft, aber kommt ein Anderer ans Commando, lacht er über des Vormannes Verſprechungen. Wir müſſen ſchon zufrieden ſein, wenn das Kriegsvolk uns nicht das


