Teil eines Werkes 
9 (1843)
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ſchwarzen Knebelbarte halb bedeckt, die brennenden Augen durch breite, dunkele Augenbraunen verfinſtert. Sein Säbel raſſelte ihm nach, zwei Terzerole trug er in den dräuenden Händen.

Wo iſt der verwegene Verführer, dem fremde Ehre nichts gilt, weil er keine eigene zu verlieren hat? ſchrie er mir entgegen. Zertreten ſollte ich ihn wie ein giftiges Inſekt, denn von Soldatenhand zu ſterben, iſt zu viel des Ruhms für ihn.

Ruhig war ich vom Seſſel aufgeſtanden und hatte mich der Mündung ſeines vorgeſteckten Mordgewehrs ent⸗ gegen geſtellt. Aber ein Anblick, der mich den Feind ver⸗ geſſen machte, zog jetzt mein Auge von ihm ab. Von des Bruders Stimme erwachte Eulalie; ſein Angriffswort ſcheuchte alle Nebel plötzlich von ihrer Seele. Sie ſprang auf vom Lager, und wollte ſich, obgleich ihre Augen nichts ſahen, zwiſchen uns werfen, doch ihre Schwäche erlaubte ihr die Liebesthat nicht; auf das Bett zurück⸗ ſinkend, ſtreckte ſie ſitzend die weißen Arme in der rühren⸗ den Stellung der Flehenden aus. Favier, rief ſie zugleich mit höchſter Anſtrengung der Stimme und mit dem Aus⸗ drucke größter Verzweiflung; Kavier, morde mich, wenn Du morden mußt! O lege Deine Hand nicht an ihn, den Schuldloſen! Er war der Wohlthäter Deiner Mut⸗ ter, er ihr einziger Freund im Tode, auf ihn legte ſie Sohnesſegen; Du tödteſt Dich ja ſelbſt in ihm, der Dein Bruder ward durch Mutterſpruch.

Ibte Stimme brach; als ich jedoch zuſprang, ſie zu unterſtützen, wandelte ſich das Schauſpiel auf wunderbare Weiſe. Der Huſar hatte ſeine glühenden Blicke feſt auf mich gerichtet, und dieſe Blicke wurden immer ſtarrer, aber immer ſichtlicher erloſch das wilde tödtliche Feuer Blumenhagen. 1X. 30