Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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dabei, in welcher er fortan ein elendes Klageleben, ab⸗ geſondert von allen Menſchen, lebte, und über deren Thür das blutige Wurfſpeer Nureddin's, als abſchreckendes Gaſtſchild, befeſtigt war.

Wenn der Tempelmeiſter Robertus, der oft ſeine alten Bekannten beſuchte, herabſtieg von jenem traurigen Eremiten, dem er vergebens Tröſtung und Lebensmuth in das gebrochene Herz zu predigen trachtete; wenn er von ihm herabſtieg in das ſchöne Gartenthal voll Frucht und Blumen, und die herrliche Luzia, die nur ſchöner geworden war als Frau, unter ihren braunen und blon⸗ den Kleinen zwiſchen Roſenhecken und Akazienzweigen fleißig webend und ſtrickend fand; wenn Bruder Hermann dann mit der Gärtnerſchaufel aus dem Gemüſegarten kam, das Vesperbrod von Milch und Frucht und Honig einzunehmen, dann ſprach der alte, greiſe Ordensritter: Wahrlich, das Erdenleben und ſeine Schickſalsknoten ſind keine ſolche Räthſel, wie manche Blinde glauben. Selbſt znüpft ſich der Menſch ſeinen Geißelſtrick wie ſeine feſt⸗ liche Freudenbinde. That und Gericht ſind überall für den Forſcher zu finden, ſei es erſt auch in einer Sterbeſtunde, und wie der Uebermutb ſich ſelber Dornen erzieht an und auf der Lebensſtraße, ſo iſt Menſchlichkeit wie Seiden⸗ blumenſamen, der alle Pfade des Sämanns mit ſeiner ſammetweichen, grünen Decke überwebt!