Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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Palme des Ehrgeizes und des Männerruhmes, keine Lilie des Tugendopfers, keine Roſe der Frauenliebe zu wachſen vermag, ſondern wo nur der Giftbaum Tyran⸗ nei und des Bilſenkraut Mordſucht die dunkeln Blätter der ſchönſten Sonne entfaltet. Was alle Kreuzzüge zu Schanden machte, und ſo viel Unerſetzliches umſonſt der Vernichtung hingab, Leben und Gut ohne Zahl fruchtlos opferte, der ſchlechte Geiſt der Theilnehmer, Egoismus, Raubluſt, Geiz, freche Begier in den meiſten Herzen, die der heilige Zweck nur noch wie ein luftig, flatternd Band zuſammenhielt; alles dieſes tönte vom Ufer herab

aus den gemiſchten Reitergeſchwadern dem Heldenjünglinge

entgegen, noch bevor er im Sichern war.—

Er iſt ein Ketzer, ein Mahomsknecht, ein Abtrünni⸗ ger! ſchrie man durcheinander. Einen Muſelmann frei zu laſſen, einen Emir ſogar, ſich und uns um den Preis, wenigſtens um ein kößtliches Löſegeld zu bringen, iſt das je erhört worden?— Es iſt das zweite Sühnopfer, das dieſer heute dem Heilande entzieht! rief ein alter Hoſpi⸗ taliter dazwiſchen. Trennt Euch von ihm! Laßt ihn nicht wieder herauf zu Euch! Das Waſſer ſei ſein Grab, er bedarf der Wiedertaufe! Hatte er doch ſogleich Ver⸗ kehr mit dem Heidenvolke, als er, kaum erſchienen im Lande, ſeekrank zu Sarona lag.—

Alle reiheten ſich dem Ufer entlang, und ihre Speere und Lanzen blinkten geſenkt, wie ein eiſernes Schutz⸗ gatter, zu dem Landenden herunter. Mitten im wilden Waſſer erhob ſich der Ritter hoch im Sattel: Unglück

kündende Nordlichtsglut deckte ſein Geſicht; die Augen funkelten, wie Kometenlichter; er hob anſchwimmend die

drohende Eiſenfauſt, einem gereizten und hoch ergrimm⸗ ten Meergotte ähnelnd, und das Geſindel wich unwill⸗

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