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Die Frauen und ihr Beruf : ein Buch der weiblichen Erziehung / in zusammenhängenden Aufsätzen niedergeschrieben von Frauenhand
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lich, mit wie viel Schelten und Zanken, lernen dieſe armen Geſchöpfe das Bischen mechaniſche Arbeit, welches ihnen oft ſo ſchlecht gelohnt wird. Roh und unwiſſend ſind ſie ſich und Anderen eine Laſt, und die Reinlichkeit, die Ordnung, die ihnen dann in einem geregelten Haushalt mühſam aufgezwungen werden, gehen wieder eben ſo verloren, ſobald ſie ſich ſelbſt überlaſſen ſind.

Dieſe Sache iſt zu wichtig, zu einſchneidend in ſo viele Verhältniſſe, als daß nicht die Frauenwelt anfangen ſollte, ſich ernſtlich damit zu beſchäftigen. Man hat Verſuche der ange⸗ deuteten Art ſchon öfter gemacht, ſie ſind in der Regel zu bloßen Nähſchulen herabgeſunken, und dies kann ja nicht der eigentliche Zweck ſein. Wie mancher edle Geiſt würde dem Beſſeren und Höheren gerettet werden, wenn wir erſt einen ſolchen Anhaltspunkt hätten, um uns über die Fähigkeiten Jener zu unterrichten, für die es kaum eine geiſtige Erziehung gibt!

Wir können nur andeuten, nur anregen, aber das an dieſer Stelle Geſagte muß hinlänglich zeigen, wie unendlich viel es für die weibliche Hand zu thun gibt, welche nicht in träger Ruhe erſchlafft und welche Quellen der Befriedigung jenen Herzen ſtrömen, die nicht in ſelbſtſüchtiger Einſeitigkeit und Kälte ſich den Bedürfniſſen der Menſchheit verſchließen.

Noch einmal rufen wir's mit aller Macht dem alternden Mädchen zu, was Göthe's Iphigenia mit ſchmerzlichſter Wehmuth ausſpricht:

Ein unnütz Leben iſt ein früher Tod!

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