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Wir glauben nämlich, die höchſte und ſchönſte Aufgabe der Frau darin zu finden, daß ſie das Nothwendige mit dem Schönen, das Geiſtige und Materielle zu einem harmoniſchen Ganzen verbinde, und ſind zugleich überzeugt, daß nur inner⸗ halb dieſes Wirkens alle ihre natürlichen Kräfte zu ihrer völligen Entwickelung gelangen können. Im Mittelſtande iſt dazu die nächſte Möglichkeit gegeben, und dort vereinigen ſich auch heute noch ſo viele geſunde Elemente der Weiblichkeit, daß von ihm zu⸗ nächſt die Verfaſſerin auf ein richtiges Verſtändniß hoffen darf.
Möge das kleine Werk ſo freundlich aufgenom⸗ men werden, als es aus innerſter Ueberzeugung und
dem lebhafteſten Wunſche entſprungen iſt, etwas
wirklich Gutes zu fördern und anzuregen, und mögen ſeine Mängel der Ungeübtheit einer weiblichen Feder, nicht der Geſinnung der Verfaſſerin angerechnet werden, welche ſtets von dem für ein Frauenherz ſo erhebenden Gedanken geleitet wurde, ihr Geſchlecht einſt auf der möglichſten Stufe ſeiner Vollendung zu erblicken. In dieſer Zuverſicht ſei es, der Frauen⸗ welt vornehmlich, zu freundlichem Verſtändniß und Entgegenkommen an's Herz gelegt.


