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Der Bauernkrieg (1798) : historischer Roman / von Hendrik Conscience
Entstehung
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Du Deinen Blutfeind nennſt, wie um einen geliebten Bruder um Dich trauern. Lieber Simon, läſtere darum ſeine Güte nicht mehr!“

Der Gefangene blieb lange Zeit in tiefes Nachden⸗ ken verſunken und ſchüttelte den Kopf, als das Won „Chriſt!“ ſeinem Munde eutfiel.

Der Greis drückte auf's Neue ſeine Hand und fragt mit inniger Wärme:

„Simon, wenn man Dich begnadigte, würdeſt, Du nicht den Kummer meines Alters zu lindern ſuchen! murdeſ Du nicht auf beſſere Gedanken zu kommel uchen?“

„Beſſere Gedanken?“ wiederholte Simon.„Nichtz auf Erden kann meine republikaniſche Ueberzeugum ändern...“

Der unerſchütterliche Ton, in welchem dieſe Worte geſprochen wurden, ſchmerzten den Greis ſichtlich; a ſchien dieſen Schmerz jedoch zu unterdrücken und fuhr fort

„Gut... aber Dein gottlos und wildes Leben würdeſt Du doch aufgeben? Deinem alten Vater noch einige friedliche Tage gönnen? Bei ihm wohnen um ſene letzten Jahre durch Deine Gegenwart verſüßen?“

„Im Kempenland? In Waldeghem? fragte Simon ſpöttiſch.

„Gleichgültig. Wenn Du nur bei mir biſt,“ ant⸗ wortete der Vater.„Ich werde unſre Ländereien ver⸗ kaufen: wir wollen anderswo wohnen und wäre es ſellt in Frankreich. Ueberall, wo meine Augen Dich ſehen, werde ich glücklich ſein: und, wäre es möglich, daß der Friede unſres Lebens für die Wahrheit ſich öffnete, könnte ein einziger Strahl von droben in Dein Herz dringen, ſo würde ich Gott danken, mein Kind ſegnen und voll Hoffnung die Augen in den Armen des vielgeliebten Sohnes ſchließen.“

Zwei Thränen, die erſten, die er als Mann vergoſ

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ſen, rollt Arm um

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Offizier und ſagte „No Befehl iſt zogen we Mit auf. Er und rief „We eine Vier wieder.