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Menſchheit geweiht. Seht, wir knieen bittend vor Euch: möge unſer Flehen ein Echo in Eurem Herzen finden! .... Ach, wir wollen Gott bitten, daß er Euch barm⸗ herzig ſei!“
Der General bot der Aebtiſſin die Hand und gab ihr ein Zeichen, daß ſie aufſtehen ſolle. Mit einer ge⸗ wiſſen Freundlichkeit ſagte er dann:
„Ihr verlangt, Citoyenne, daß ich den übrigen Theil der Stadt ſchone; es war meine Abſicht nicht, zu zer⸗ ſtören, wenn man mir keine neuen Gründe dazu geben würde. Da Ihr jedoch bittet, ſo will ich die Bitte erhören, ſo weit es mir möglich iſt.“
Er wandte ſich an einen Stabsoffizier und befahl:
„Man höre augenblicklich mit dem Werke der Rache auf! Man ſende Leute ab, die dem Feuer Einhalt thun und verhüten, daß es noch neue Häuſer ergreife. Man laſſe die friedlichen Bürger in Ruhe und nehme nur die⸗ jenigen gefangen, welche bei der Durchſuchung der Häu⸗ ſer Widerſtand leiſten. Mit einem Wort, ich will, daß alle Gewaltſamkeit aufhöre, ſoweit es die Sache der Re⸗ publik und unſre eigene Sicherheit geſtattet!“
Dann wandte er ſich wieder an die Aebtiſſin und fragte:
„Seid Ihr zufrieden, Citoyenne?“
„Ach, ich danke Euch von Grund meines Herzens,“ antwortete ſie.
„Was Euch betrifft, gute Schweſtern,“ ſuhr der Ge⸗ neral fort,„ſo hoffe ich, daß Ihr meine Leute in Rück⸗ ſicht auf das, was ich für Ench thue, liebreich behandeln werdet.“
„General,“ antwortete die Aebtiſſin,„was Ihr auch beſchloſſen, dieſe Pflicht würden wir getreulich erfüllt ha⸗ ben. Wer ein Menſch iſt und leidet, iſt unſer Bruder; die chriſtliche Menſchenliebe hat kein anderes Geſetz....“
„Es iſt gut,“ fiel der General ihr lächelnd in die


