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und beruhigte ſie wegen des Blutes, das ihm über die Stirne floß, indem er ſie nach einem Hauſe der Benedrey ührte.
1 In aller Eile bereitete er dort ein Lager für ſeine unglücklichen Kameraden, und verband, von ſeiner Mut⸗ ter und Genoveva unterſtützt, ſo gut als möglich ihre Wunden, während er Jemanden fortſandte, welcher aus⸗ kundſchaften ſollte, ob kein Arzt zu finden ſei.
Nachdem er ſeinen verwundeten Freunden die erſte Pflege hatte angedeihen laſſen, und nun mit ſeiner Mut⸗ ter und Genoveva in ſanften Worten ſprach, hörte man plötzlich durch die Straßen den Kriegsruf, den die Leute von Waldeghem erhoben:
„Bruno, zu den Waffen! zu den Waffen! Der Feind kommt! Zum Thore! zum Thore!“
Der junge Mann ſprang auf und ergriff ſein Ge⸗ wehr; ſeine Mutter umarmte ihn mit ſchmerzlicher Klage und ſchien ihn zurückhalten zu wollen, er rang ſich jedoch ſanft aus ihren Armen und ſagte:
„Mutter, Mutter, der Augenblick iſt da! ſollte ich der Einzige ſein, der die Gefahr flieht, während es jetzt vielleicht die Befreiung meines Vaterlandes gilt? Es iſt unſer Loos: Gott will es ſo!“
Die ängſtliche Frau hielt ſich weinend die Hände vor das Geſicht und ſeufzte ſchmerzlich:
„Geh, geh! Ein guter Engel beſchütze mein Kind.“
Bruno drückte Genovevas Hand, hauchte noch einen Kuß auf die Stirne ſeiner Mutter, befahl ſeinem Knecht, daß er bleibe, um die Frauen zu bewachen und eilte zur Thüre hinaus. Seine Kameraden, die mit Unge⸗ duld auf ihn gewartet hatten, jauchzten, als er in der Straße erſchien und folgten ihm raſchen Schrittes nach dem Thore.
Hier ordnete er ſeine Leute neben den Truppen, die bereits ſtreitfertig daſtanden und ſah nach dem feindlichen
Conſcience, Bauernkrieg. 12


