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„Ihr ſeid der Notar, nicht wahr?“
„Ja.“ 4
„Ich möchte wetten, Citoyen⸗Notaire, daß Ihr mal in Eurem Leben die Waffen getragen.“
„Nie, Citoyen.“
„Man ſoll es doch glauben. Die Flaſchen da ſcheinen ihr Exerzitium wundervoll zu kennen; man könnte ſie für Bataillone halten, die in Schlachtordnung aufge⸗ ſtellt ſind. Diejenigen, die dort in der Ecke liegen, ſind die Oeſtreicher: ſie ſind todt.... Nun ſagt mir mal, wie heißen all' dieſe Truppen, damit ich wählen kann.“
Der Notar lachte über ſeine Scherze und zeigte ihm die verſchiedenen Lager: das erſte, worauf er deutete, war Rheinwein.
„Pfui, deutſcher⸗Wein!“ rief der Korporal.„Saure Milch!“
„Hier habt Ihr einige Flaſchen ſpan'ſchen Wein.“
„Apothekerstrank: für die Kranken!“ murmelte der Soldat.
„Das ſind einige Flaſchen Champagner.“
„Ach! wären wir in Frankreich!“
„Wein von Tours. Weißer Wein.“
„Gut für Kinder und Frauen!“
„Das größte Lager iſt gewöhnlicher Bordeaux.“
„Nun ſind wir am rechten. Und Burgunder?“
„Der liegt daneben.“
Der Korporal ging nach dem Lager, nahm eine Flaſche, ergriff einen Korkzieher, den er ſchon eine Zeit lang im Auge hatte, und ſprach:
„Ah, ca, Citoyen-Notaire, ich werde Euch etwas Neues ſagen. Ihr ſeht in mir ein Kind der Stadt Tonnerre, wo der Burgunderwein ein wahrer Götter⸗ trank, wächſt.“
Mit dieſen Worten öffnete er eine Flaſche und goß ſich beinahe die Hälfte in den Mund. Dann holte er ein wenig Athem, ſchlürfte mit den Lippen, um den Wein beſſer


