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möglich die Ohren vor den Worten, die ihnen aus der Hölle zu kommen ſchienen.
Nur bei dem Altar des heiligen Sebaſtian ließ ſich einiges dumpfe Gemurmel hören; aber ein Soldat, der ſich den jungen Leuten mit drohendem Blicke näherte, machte die Vermeſſenen verſtummen.
Der Prieſter erhob bei den letzten Worten des Rednuers die Arme zum Himmel. Dieſer bemerkte die Bewegung und zeigte mit grinſendem Lachen nach dem Altar, unterbrach jedoch ſeine Anſprache nicht, er fuhr alſo fort:
„Schwört Haß und ewige Feindſchaft den Königen und Tyrannen, den Baronen und Grafen, den Herren und Meiſtern, werdet frei in Seele und Herz! Dann erſt werdet Ihr reif ſein für einen höheren Beruf, dann erſt werdet Ihr würdig werden, Theil zu nehmen an dem Bankett der Völker, dann erſt werden Menſchen aus ver⸗ nunftloſen Thieren werden, die Ihr jetzt ſeid...
„Ja, Ihr Bewohner von Waldeghem, ich bringe Euch die Freiheit, wählt die Sklaverei und den Haß der franzöſiſchen Republik oder die Freiheit, die Größe, die Unabhängigkeit mit der Freundſchaft des franzöſiſchen Volkes, die Wahl ſteht Euch noch frei: morgen iſt es zu ſpät!“
Der Redner ſchwieg einen Augenblick, um in ſeinen Papieren zu ſuchen und fuhr dann fort:
„Es iſt genug für diesmal; wer nicht von dem ſchändlichſten Fanatismus oder dem niedriaſten Sklaven⸗ ſinn noch verblendet iſt, ſoll mir, dem Bevollmächtigten der franzöſiſchen Republik hülfreiche Hand bei der Durch⸗ führung meiner Aufgabe bieten. Merket wohl auf, was ich Euch ſagen will.
„Solang das Volk von Waldeghem nicht berufen wird, ſeinen ſouveränen Willen durch die Wahl einer neuen Municipalität zu erkennen zu geben, werde ich, Simon⸗Brutus, ehedem Simon Meulemans, alle aus⸗
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