Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
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war ſchon etwas ruhiger geworden, und ich ſchlief ein. Es war Tag, als ich erwachte, und das Erſte, was ich ſah, war Magdalene, welche noch immer auf dem Stuhle ſaß und immer noch nachſann. Sie war gar nicht ins Bett gekommen, ſie hatte die ganze Nacht gewacht.

Ich will ſchlafen, wenn wir Combe⸗Raven ver⸗ laſſen haben, ſagte ſie. Es wird mir wohler ſein, wenn Alles vorüber iſt, und ich Frank Lebewohl geſagt habe.

Sie hatte unſeres Vaters Teſtament in den Händen und den Brief, welchen er an Sie ſchrieb, und als ſie ausgeſprochen hatte, legte ſie Beides in meine Hände nieder. Ich wäre die älteſte ſagte ſie und dieſe letzten koſtbaren Reliqnien müßten von mir auf⸗ bewahrt werden. Ich ſchlug ihr erſt vor, daß wir uns hinein theilten, aber ſie ſchüttelte mit dem Kopfe.

Ich habe für mich ſelbſt eine Abſchrift genom⸗ men, ſagte ſie, von Allem, was er von uns ſagt in dem Teſtament und von Allem, was er in dem Briefe ſagt.

Wie erzählte mir Dies und nahm aus ihrem Buſen eine kleine weißſeidene Taſche, die ſie ſich in der Nacht gemacht hatte und in welche ſie die Auszüge geſteckt hatte, als wollte ſie dieſelben immer bei ſich führen.

Dies ſagt mir in ſeinen eigenen Worten, welches ſeine letzten Wünſche für uns Beide waren, ſagte ſie, und dies iſt Alles, was ich für die Zukunft brauche.

Dies Alles ſind Kleinigkeiten, bei denen ich ver⸗ weile, und ich bin über mich ſelbſt erſtaunt, daß ich mich nicht ſchäme, Sie damit zu behelligen. Aber ſeitdem ich weiß, welches Ihre früheren Beziehungen zu meinem Vater und meiner Mutter waren, habe ich gelernt, Sie als einen alten Freund zu betrachten, und wohl auch ſo an Sie zu ſchreiben. Und dann liegt es mir ſo ſehr am Herzen, Ihre Meinung von Magda⸗ lenen umzuwandeln, daß ich mir nicht helfen kann,

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