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verlaſſen, eines Tages verrathen, und als Sir Percival dies gewahr geworden, habe er ſie in die Irrenanſtalt bringen laſſen. Aber ſie war nie im Stande, mir das Ge⸗ heimniß zu ſagen, wenn ich ſie darum befragte. Alles, was ſie mir ſagen konnte, war, daß ihre Mutter Sir Per⸗ cival's Unglück und Verderben ſein könne, falls es ihr be⸗ liebte. Es iſt möglich, daß Mrs. Catherick ſich gerade ſoviel und weiter nichts hat entſchlüpfen laſſen. Ich bin beinah überzeugt, daß ich die ganze Wahrheit von Anna zu hören bekommen, falls ſie dieſelbe wirklich gewußt hätte, wie ſie dies behauptete— und wie die arme Seele es ſich wahrſcheinlich ſelbſt einbildete.“
Dieſer Gedanke hatte ſich auch mir zu wiederholten⸗ malen aufgedrungen. Ich hatte bereits zu Mariannen geſagt, ich zweifle daran, ob Laura wirklich im Begriffe geweſen, eine wichtige Entdeckung zu machen, als ſie und Anna ſo plötzlich durch Graf Fosco im Boothauſe geſtört worden waren. Es ſtimmte vollkommen mit Anna's ge ſtörten Geiſteskräften überein, daß ſie ſich auf einen bloſen, unbeſtimmten Verdacht hin, den undeutliche Winke ihrer Mutter, welche dieſe unvorſichtigerweiſe in ihrer Gegen⸗ wart hatte fallen laſſen, in ihr erweckt hatte, im Beſitze der Kenntniß des Geheimniſſes wähnte. Sir Percival's ſchuldbewußtes Mißtrauen mußte ihm in dieſem Falle un⸗ fehlbar die falſche Idee eingeben, daß Anna alles von ihrer Mutter erfahren, gerade wie daſſelbe ihn ſpäter mit dem ebenſo falſchen Gedanken verfolgt hatte, daß ſeine Frau alles von Anna erfahren habe.
Die Zeit verging; der Morgen war beinahe zu Ende. Es war zweifelhaft, ob ich, falls ich noch länger bliebe,


