Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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52 Schubfächer, fuhr ſie fort, indem ſie eins nach dem andern probirte,ſind ebenfalls alle verſchloſſen.

Steckt kein Schlüſſel in einem derſelben? fragte Leonard.

Nicht eine Spur. Das Blatt greift ſich aber ſo locker an, daß ich wirklich glaube, man könnte es auf ſprengen, gerade ſo wie ich die kleine Kiſte aufſprengte freilich aber müßte es durch ein Paar ſtärkere Hände geſchehen, als deren ich mich rühmen kann. Ich will Dich an den Tiſch führen, Lenny; vielleicht weicht er Deiner Kraft.

Sie legte Leonard's Hände ſorgfältig unter den Vor⸗ ſprung, der durch die überragende Platte des Tiſches ge⸗ bildet ward. Er bot ſeine ganze Kraft auf, aber das Holz war diesmal geſund und feſt, das Schloß hielt und alle ſeine Bemühungen waren vergebens.

Müſſen wir einen Schloſſer holen? fragte Roſa⸗ munde mit einem Blick getäuſchter Erwartungen.

Wenn der Tiſch von einigem Werth iſt, ſo müſſen wir dies, entgegnete Leonard.Iſt dies nicht der Fall, ſo werden ſich das Blatt und die Schubfächer mit Hülfe eines Hammers und eines Schraubenziehers leicht öffnen laſſen.

Dann wollte ich, wir hätten dieſe Werkzeuge gleich mit zur Stelle gebracht, denn der einzige Werth des Tiſches liegt in den Geheimniſſen, die er uns vielleicht

verbirgt. Ich habe eher keine Ruhe, als bis wir wiſſen,

was darin ſteckt. Indem ſie dieſe Worte ſagte, faßte ſie ihren Gatten bei der Hand, um ihn wieder nach ſeinem Platze auf

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