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„Fortging? Ihr wollt damit doch nicht etwa ſagen, ſie ſei nicht mehr hier?“
„Freilich will ich das ſagen, Sir. Sie hat ihren Dienſt verloren und iſt fort für immer.“
Der Diener lächelte wieder, indem er dieſe Bemer⸗ kung machte, und die Hausmagd, welche, während er ſprach, zufällig die Treppe herunterkam und hörte, was er ſagte, lächelte auch. Miſtreß Jazeph hatte augen⸗ ſcheinlich bei dem übrigen Dienſtperſonale in keiner großen Gunſt geſtanden. Doctor Orridge war vor Erſtaunen nicht im Stande, weiter ein Wort hervorzubringen. Da der Diener keine weiteren Fragen thun hörte, ſo öffnete er die Thür des Frühſtückszimmers und der Doctor trat herein.
Miſtreß Norbury ſaß in der Nähe des Fenſters, in ſtarr aufrechter Haltung und beobachtete unbeugſam das Thun und Treiben ihres kranken Töchterchens über einer Schüſſel Hafergrützſchleim.
„Ich weiß, was Sie ſagen wollen, ehe Sie noch den Mund aufthun“, hob die mit der Sprache gerade herausgehende Dame an.„Aber ſehen Sie erſt das Kind an und ſagen Sie, wie es mit dieſem ſteht, ehe Sie auf ein anderes Thema übergehen.“
Der Zuſtand des Kindes ward unterſucht, als ein in raſch fortſchreitender Beſſerung begriffener erklärt und die Kleine dann von der Wärterin fortgetragen, damit ſie ſich ein wenig niederlegen und ausruhen möchte.
Sobald als die Thür des Zimmers ſich geſchloſſen hatte, redete Miſtreß Norbury den Doctor ſofort an
Wilkie Collins, Ein tiefes Geheimniß. II. 2
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