Teil eines Werkes 
5. Bd. (1863)
Entstehung
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einer dicken rothen Fiſchermüze guckte unter dem Kopfkiſſen hervor. Sie wagte es die Thüre zu öff⸗ nen, neben welche das Bett geſtellt war, und befand ſich nun, wie ſie ſchon aus gewiſſen Zeichen und Merkmalen vorher vermuthet, in dem Schlafgemach des Admirals. Ein momentaner beobachtender Blick über das Zimmer war alles was ſie jezt zu riskiren wagte, und nachdem ſie die Thüre wieder leiſe zugeſchloſſen hatte, kehrte ſie in die Küchen⸗ regionen zurück.

Das Rollbett und die ſeltſame Stellung, in wel⸗ cher es ſich befand, beſchäftigte ihren Geiſt den ganzen Nachmittag. Wer konnte möglicher Weiſe darin ſchlafen? Die Erinnerung an die rothe Fiſcher⸗ müze und die bereits gewonnene Kenntniß von der anhänglichen Hundetreue Mazeys an ſeinen Herrn leiteten ſie zu der Vermuthung, daß der alte See⸗ mann der Beſiznehmer des Rollbettes ſein könnte. Aber warum ſollte er denn bei dem Vorhandenſein ſo vieler und ſogar unbelegter Schlafzimmer einen ſo kalten und ungemächlichen Plaz bei Nacht ein⸗ nehmen? Warum ſollte er als Wächter draußen vor der Thüre ſeines Herrn ſchlafen? Gab es ir⸗ gend eine nächtliche Gefahr in dem Hauſe, vor welcher der Admiral ſich fürchtete? Die Frage ſchien aller⸗ dings abſurd und doch drängte die Stellung des Bettes dieſelbe unwiderſtehlich immer und immer wieder ihrem Geiſte auf.

Von ihrer unbezwinglichen Neugierde in dieſer Beziehung angeſpornt, wagte Magdalene die Haus⸗ hälterin zu fragen. Sie geſtand ihr daß ſie den Gang im zweiten Stockwerk von einem Ende bis