Teil eines Werkes 
4. Bd. (1862)
Entstehung
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8.

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dale⸗ gar Na⸗ kann Vor⸗ von wiß⸗ chon

in ihrer Seele klar geworden iſt; aber ich ſehe das Reſultat, obgleich ſie ſich deſſelben nicht bewußt iſt. Ich ſehe ihr Herz ſich wieder erſchließen unter dem tröſtenden und erwärmenden Einfluß eines andern Intereſſes und einer andern Liebe. Sie hat kein Wort zu mir über dieſen Gegenſtand verlauten laſ⸗ ſen, noch habe ich ein Wort zu ihr darüber geſagt. Aber ſo gewiß ich weiß daß Herrn Georg Bartrams Beſuche bei der Familie zu Portland⸗Plaz in lezter Zeit immer häufiger und häufiger wurden, ebenſo gewiß kann ich Sie verſichern daß Nora eine Er⸗ leichterung von ihrer Ungewißheit findet, wozu ich Nichts beigetragen habe, und eine Hoffnung in die Zukunft zu ſezen anfängt, die ich ihr gar nicht zu⸗ getraut hätte.

Ich brauche wohl nicht erſt zu ſagen daß ich Ihnen dieß im ſtrengſten Vertrauen mittheile. Gott weiß ob die ſchöne Ausſicht, die mir jezt in der Däm⸗ merung begriffen zu ſein ſcheint, mit dem Verlauf der Zeit heller werden wird oder nicht. Je öfter

ich Herrn Georg Bartram ſehe und er ſpricht gegenwärtig mehr als früher bei mir vor deſto

mehr wächst mein Wohlgefallen an ihm. Nach mei⸗ nem geringen Urtheil ſcheint er ein Gentleman in der tiefſten und vollſten Bedeutung des Wortes zu ſein. Wenn ich es erleben würde, Nora als ſeine

Frau zu ſehen, dann riefe ich beruhigt aus: Ich

habe lange genug gelebt! Aber wer kann in das Dunkel der Zukunft ſehen? Wir haben ſchon ſo viel geduldet und gelitten, daß ich beinahe eine ängſt⸗ liche Furcht vor jeder Hoffnung habe.

Haben Sie irgend Etwas von Magdalene ge⸗