Teil eines Werkes 
4. Bd. (1862)
Entstehung
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auskleiden. Sie ſind nicht ſo kräftiger Natur wie ich; Sie ſind müde, ich wette darauf. Sie ſollen mei⸗ netwillen nicht länger mehr aufbleiben. Gute Nacht und angenehme Träume, Luiſe!

Ihre Stimme ſank tiefer und tiefer, als ſie dieſe freundlichen Worte ſprach. Ein ſchwerer Seufzer entrang ſich ihrer Bruſt, ſie ſtüzte ihren Arm auf ein Stück des Kamingeſimſes und legte ihr Haupt mit einer gleichgiltigen Ermüdung darauf, die kläg⸗ lich anzuſehen war. Luiſe hatte das Zimmer nicht verlaſſen, wie ſie vermuthet hatte. Luiſe kam leiſe an ihre Seite und küßte ihre Hand. Magdalene fuhr zuſammen, aber ſie machte dießmal keinen Ver⸗ ſuch, ihr die Hand zu entziehen. Das Gefühl ihrer entſezlichen Vereinſamung überwältigte ſie, als die Lip⸗ pen der Zofe ihre Hand berührten. Der harte Stolz ihres Herzens zerſchmolz in weichere Gefühle, ihre Augen füllten ſich mit heißen Thränen.

Verurſachen Sie mir keinen Schmerz, ſagte ſie mit ſchwacher Stimme.Die Zeit zum Freund⸗ lichthun iſt verſchwunden; mich beherrſcht gegenwär⸗ tig nur noch ein einziger Gedanke. Gute Nacht!

Der Morgen erſchien, und Luiſens Antwort fiel, wie Magdalene voraus vermuthet hatte, bejahend aus. An dieſem Tage empfing die Wirthin ihre Aufkündigung, und Luiſens Nadel that faſt wie im Flug Stich auf Stich am Kleide des Zimmermäd⸗ chens.

Ende der ſechsten Scene.