gelegt hatte, lenkte die Kutſche in eine andere Rich⸗ tung und der Kutſcher verwickelte ſich in ein ver⸗ worrenes Nezwerk von Kreuzwegen.
„Haben wir noch weit nach Heiligenkreuz?“ fragte der Capitän ungeduldig werdend, nachdem Meile um Meile zurückgelegt wurde, ohne irgend ein Zeichen daß das Reiſeziel endlich erreicht ſei.
„Sie werden das Haus bei der nächſten Straßen⸗ wendung ſehen, Herr,“ ſagte der Mann.
Die nächſte Straßenwendung brachte ihnen wie⸗ der den Anblick der offenen Landſchaft zu Geſichte; gerade vor dem Gefährt ſah Capitän Wragge eine lange, dunkle Linie gegen den Horizont— die Linie jenes Meerdammes, welcher die niedrige Küſte von Eſſer vor Ueberſchwemmung ſchüzt. Das flache Zwi⸗ ſchenland iſt von einem Labyrinth improviſirter Bäche durchſchnitten, die ſich von der unſichtbaren See in ſeltſamen, phantaſtiſchen Windungen hereinſchlängeln,
Flüſſe bei Hochwaſſer, Schlammcanäle bei niederm Waſſerſtande. Zu ſeiner Rechten lag ein niedliches Dörſchen, größentheils aus hölzernen Haͤuſern beſtehend und am Rande eines jener zeitweiligen Bäche ſich hin⸗ ziehend. Links erhoben ſich die melancholiſchen Rui⸗ nen einer Abtei mit einer langen, niedern, troſtloſen, daran ſich lehnenden Gebäudemaſſe von ungeheurer Ausdehnung und großem Alter. Einer jener See⸗ bäche(in Eſſex„Hinterwaſſer“ genannt) ſchlängelte ſich faſt ganz rings um das Gebäude herum. Ein anderer, von einer entgegengeſetzten Seite, ſchien ſchnurgerade durch die Felder zu laufen und einen Theil der un förmlichen Gebäudemaſſe, welcher noch in einem ziemlich baulichen Zuſtand erhalten
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