395 benden ſtillen Heiterkeit den Ton des friedlichen Hauſes meiner Vaͤter in ſeiner gluͤcklichen Stim⸗ mung erhalten, und ihre Hand, die Dich durch das Leben geleitet, ſoll mir die Augen zudruͤcken, wenn meine letzte Stunde ſchlaͤgt.
„Komm bald, mein Guſtav, und bleibe dann bei uns. Ich hatte Dich fruͤher nie eigentlich fuͤr den Dienſt des Landes beſtimmt; aber ich war uͤberzeugt, daß ein junger Mann in die Welt muß, wenn er dem menſchlichen Leben und Treiben nicht fuͤr immer fremd bleiben ſoll. Jetzt aber wuͤnſche ich, daß Du wieder zuruͤckkehreſt. Nach meinem Tode halte es nach Deinem Ge⸗ fallen. Aber ſo lange ich lebe, bleibe bei mir. Meine Unterthanen rechnen auf Dich; die Be⸗ foͤrderung ihres Wohls wird Deine Tage mit lohnenden Geſchaͤften fuͤllen, und die freundli⸗ chen Abende ſollen uns im engen kleinen Kreiſe zuſammen finden, ſo lange wir leben.
„In fuͤnf Monaten ſehe ich Dich wieder, um mich nie mehr von Dir zu trennen. Am


