194 heute noch in ihre kuͤnftige Wohnung ein⸗ fuͤhren.
Die Kleine ſah mich mit ſchmerzlichem Blicke ſchweigend on, dann flog ſie an mei⸗ nen Hals und ſchluchſte laut.
„Ich habe meine Mutter heute begraben, und nun ſoll ich auch Sie verlieren,“ ſagte ſie mit gebrochener Stimme, und ſchmiegte ſich feſt an mich.„Das iſt ein harter Tag. Ach, es iſt wahr, was meine Mutter mir in der letzten Zeit ihres Lebens ſo oft wie⸗ derholte, wenn ſie mich zitternd umfing, und ſagte:„bleib mir, ſo lange ich bin, noch recht nahe. Bin ich nicht mehr, ſo wirſt du immer allein ſein, und immer verlaſſen; es wird dich kein Menſch mehr lieben, fuͤr dich wird kein menſchliches Herz mehr ſchlagen.”“ — Das arme Kind konnte die letzten Worte, vor Thraͤnen, kaum ausſprechen.
„Meine Meta,“ rief ich tief bewegt, und druͤckte das holde Kind an meine Bruſt; „nein, du ſollſt nicht verlaſſen ſein. Mein
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