Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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chr ungemein ſchwer, hier zu einer Entſcheidung zu kommen, wo zwei widerſtreitende Grundſaͤtze ſich entgegen ſtanden. Sie hatte ſelbſt ſtrenge Rechtlichkeit und zartes Ehrgefuͤhl; aber ſie wuͤnſch⸗ te ſo ſehr, des Baronets Gefuͤhl zu ſchonen, ſie war ſo eifrig bedacht, das Anſehen der Familie zu erhalten, und ſo adelſtolz in ihren Anſichten uͤber dasjenige, was ihren Freunden gebuͤhrte, als es eine verſtaͤndige und redliche Frau nur immer ſein konnte. Eine wohlwollende, mildthaͤtige, gute Fran, und warmer Zuneigung fahig; durchaus unbeſcholten in ihrem Wandel, ſtrenge in ihren Anſichten vom Anſtande, und von muſterhaft fei⸗ ner Lebensart; ſie hatte einen gebildeten Geiſt und war im allgemeinen verſtändig und einig in ihren Anſichten; aber der Ahnenſtolz hatte Vor⸗ urtheile in ihr genaͤhrt, und ſie achtete Rang und buͤrgerliches Anſchen ſo hoch, daß ſie ein wenig blind gegen die Fehler derjenigen wurde, welche jene Vorzuͤge beſaßen. Als die Witwe eines Edelmannes von geringerm Range, weihte ſie der Wuͤrde eines Baronets alle gebuͤhrende Achtung, und auch abgeſehen von den Anſpruͤ⸗ chen, die Sir Walter als alter Bekannter, als